Panorama Tettnang
2017.12.09 Chorbild im Schloss

Liederkranz Tettnang

2017.12.09 Männerchorbild

Männerchor-Liederkranz

Probelokal Manzenberg

Probelokal Aquarium
Manzenberg

Bericht in der Schwäbischen Zeitung am 15. Oktober 2018

Die beiden Chöre lassen die Englein singen

Bild SZ-Bericht vom 15.10.18

Schwarz-rote, blau-weiße Harmonie: Liederkranz und Kirchenchor singen gemeinsam. (Foto: anrö)

14. Oktober 2018

Anette Rösler

Unter dem Motto „Hallelujah – Musik ist die Sprache der Engel“ haben zwei Tettnanger Chöre am Samstagnachmittag zahlreiche Zuhörer in die Schlosskirche gelockt. Der Liederkranz 1828 Tettnang sowie der Kirchenchor der Martin-Luther-Gemeinde, boten gemeinsam ein breit gefächertes Repertoire.

„Wir wünschen uns, dass Sie nach dem Konzert beschwingt und beflügelt nach Hause gehen“, sagte Susanne Jänsch-Herter vom evangelischen Kirchenchor zur Begrüßung, „und wir hoffen, Sie werden den Gesang der Engel hören“. Manfred Weißenrieder vom Liederkranz lobte die schöne Akustik in der Schlosskirche und meinte, „wir freuen uns sehr darüber, hier ein Konzert geben zu können“.

Unter der Leitung von Stefan Göttelmann eröffnete der Kirchenchor mit einem swingenden „Er ist unsre Zuversicht und Stärke“ und zwei weiteren Lobpreis-Liedern das Konzert. Der Liederkranz, unter der Leitung von Andreas Kiraly, folgte mit bekannten Melodien, welche die Zuhörer zum leisen Mitsummen und -singen inspirierten. So das afro-amerikanische Spiritual „Kum bay ah“, der „Sommarpsalm“ des schwedischen Komponisten Waldemar Ahlen und die Jazz-Motette „Jubilate“ von Johannes Michel aus Gaienhofen.

„Schön“ hauchte es aus dem Publikum, als Andreas Kiraly auf dem Klavier die Suite von Johann Sebastian Bach „Allemande BWV 808“ erklingen ließ. Die darauf folgenden, bekannten Spirituals „Deep river, I’m on my way“ und „Put your hand“, vom Kirchenchor gesungen, strahlten Lebensfreude aus. Mit geschlossenen Augen genossen Zuhörer bei dem Instrumentalstück „Passacaglia und Thema Fugatum“ in c-Moll von J. S. Bach, das raumfüllende Orgelspiel von Stefan G￶ttelmann und dankten mit einem anhaltenden Applaus. Der Liederkranz mit „You raise me up“, toll arrangiert von Andreas Kiraly und das berührende “Hallelujah” von Leonard Cohen, wurden ebenfalls mit großem Beifall bedacht.

„Wir stehen nicht im Programm, aber möchten etwas fürs Herz bieten“ meinten die Männer des seit 2017 bestehenden Männerchors des Liederkranzes und begeisterten die Zuhörer mit dem Lied „Bajazzo“. In Erinnerung an Nelson Mandela sang der Liederkranz „Siyahamba - Wir marschieren im Licht Gottes“, einen Zulu-Song. Mit „da pacem Domine“, einem Kanon von Melchior Franck und zwei weiteren geistlichen Liedern beschloss der evangelische Kirchenchor seinen Part. Zum Abschluss sangen die Chöre gemeinsam „An Irish blessing“, ein irisches Lied von James Moore.

Pfarrerin Martina Kleinknecht-Wagner dankte im Namen der Zuhörer und lobte: „Was für ein Klang, welche Fülle, Lebenskraft und Lebendigkeit.“

 

Bericht in der Schwäbischen Zeitung am 23. April 2018

Ein fester Bestandteil von Tettnangs Kultur

2018.04.21 LK Konzert 190 Jahre

Das Tettnanger Kammerorchester ist der dritte Gast auf der Bühne am Jubiläumsabend. (Foto: Annette Rösler) 22. April 2018 Annette Rösler

Der Liederkranz Tettnang hat am Samstagabend im voll besetzten, katholischen St. Gallus Gemeindezentrum, sein 190-jähriges Jubiläum gefeiert. Unter dem Motto „Thank you for the Music“, einem Lied der schwedischen Gruppe ABBA, feierten die rund vierzig Sänger, unter der Leitung von Chorleiter Andreas Kiraly, begleitet von David Ballet am Flügel, mit einem bunten Programm ein fröhliches Fest der Musik: „Singen macht Spaß, Singen tut gut, Singen macht munter und Singen macht Mut“. Begleitet vom Applaus des Publikums betraten die Sänger die Bühne und stimmten den Abend mit einem anderen Lied von ABBA „I have a dream – Ich habe einen Traum“ ein.

Der Vorsitzende Manfred Wei￟enrieder begrüßte die Gäste und gab einen Rückblick auf das langjährige Vereinsbestehen. Der Liederkranz gehöre seit vielen Jahren zum festen kulturellen Bestandteil Tettnangs. Zahlreiche öffentliche Auftritte bei städtischen Events, Kooperationen mit anderen Vereinen und Chören sowie auch gemeinsame Unternehmungen stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl, so Weißenrieder. Er dankte den Sängern für ihr unermüdliches Engagement. Bürgermeister Bruno Walter sprach ein Grußwort und wünschte dem Liederkranz weiterhin gutes Gelingen. Er freue sich darüber, dass für Chorgesang wieder Werbung gemacht würde. Auch Achim Schwörer, der Präsident des Oberschwäbischen Chorverbandes, beglückwünschte den Liederkranz für 190 Jahre lebendigen Chor. Singen überwinde Grenzen, was man an der Partnerschaft mit der französischen Stadt St. Aignan sehen könne.

Patenverein steht ebenfalls auf der Bühne

Die Moderatorin des Programms, Monika Kaiser, kündigte die nächsten beiden Lieder von ABBA an. „Thank you for the Music“ und “Mamma mia” kamen beschwingt und gut gelaunt herüber und erhielten reichlich Applaus. Der nächste Programmpunkt wurde vom Patenverein des Liederkranzes übernommen. Als Gast präsentierte sich der Männerchor Kau unter der Leitung von Gisela Scharnagel. „Sing a Song“ – die Männer traten singend auf die Bühne. Sie brachten als Geschenk für den Liederkranz die Widmung für zwei Chorsätze mit. Es wurden Lieder von Friedrich Silcher auf das „Wohl der Frauen“ gesungen, bei denen musikalisch mit vollen Gläsern kräftig angestoßen wurde: „Ich seh’ ein schönes Mädchen und träum’ das Mädchen wärest Du“. Ingrid Koch, die Worthandwerkerin, selbst viele Jahre Mitglied im Liederkranz, gab zwischendurch einen humorvollen, schwäbischen Rückblick auf alte Chorzeiten. Frauen durften im Liederkranz erst mitsingen, als er fast am Aussterben war. Diese Entscheidung sei für die Männer ein furchtbarer Moment gewesen. Noch in den 1960er-Jahren wurde getrennt geprobt, an Ausflügen durften Frauen nicht teilnehmen.

Nahezu im Handumdrehen hatte sich das Bühnenbild in eine Theaterkulisse mit Bahnhofsatmosphäre verwandelt und die beliebte Gehörgäng aus Tettnang, unter der Leitung von Eva Frisch, präsentierte als nächster Gastchor „I’m a train und „Sentimental Journey“. Ein Wechsel ins Nachtleben geschah fast in Sekundenschnelle. Das Stück „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ begeisterte mit Federboa, Zigarettenspitze und Zylinder das überraschte Publikum. Die Gehörgäng hatte dem Liederkranz ein akustisches Gastgeschenk zugedacht. Das musikalische „Es lebe hoch der Liederkranz“ wurde mit einem Glas Sekt und bei bester Stimmung begossen.

Die musikalische Reise geht weiter nach Wien

Das Tettnanger Kammerorchester unter der Leitung von Manuela Klöckner-Marseglia, hatte sich nach der Pause eingefunden. Es war der dritte Gast an diesem Abend. Auf humorvolle Weise stellte Manuela Klöckner-Marseglia den Atem eines Sängers dar, der schwingend und offen sei, was dem Nichtsänger verwehrt bliebe. Das zu Beginn gespielte Larghetto von Wolfgang Amadeus Mozart sei wie eine Schildkröte, langsam fließend und sehr alt – aber wunderschön im Spiel dargestellt. Vier unterschiedliche Variationen von „Happy Birthday“, sorgten für Begeisterung bei den Zuhörern. Im Anschluss an die eindrucksvolle Eröffnung durch das Kammerorchester ging die Reise weiter nach Wien. Ein lustiger Sketch mit Monika Kaiser und dem Wiener „Franz“, leitete Walzerstimmung ein. Liederkranz und Kammerorchester interpretierten gemeinsam „Wiener Blut, Musik, Musik, Musik, Frühling im Prater“. Die entzückten Zuhörer sangen mit und wiegten sich trotz Saunatemperaturen im Walzertakt. Manch einen hielt es kaum auf seinem Stuhl.

Ingrid Koch meinte, „Singen ist Wellness pur“. Außerdem reise man kostenlos fast um die ganze Welt. „Die schönsten Stunden, voll und ganz, verdanke ich dem Liederkranz. Thank you for the Music”. Damit war eigentlich alles gesagt.

„An der schönen blauen Donau“ und das Schlusslied „Sag zum Abschied leise Servus“ sangen Liederkranz und GehörGäng gemeinsam, begleitet vom Kammerorchester und dirigiert von Andreas Kiraly. Nach einem gewaltigen Applaus gab es „Ein Lied an die Freude“ als Zugabe.

 

Bericht in der Schwäbischen Zeitung am 18. April 2018

Liederkranz Tettnang feiert 190-jähriges Bestehen

Bild SZ

Die rund 40 Sänger des Chors freuen sich auf das Jubiläumskonzert. (Foto: FOTO GIRONE)

“€žThank you for the music” ist das Motto des Konzerts. Dieser Songtitel von Abba ist auch Bestandteil mehrerer Liedvorträge im ersten Programmteil. Dieser Dank an die Musik gelte nicht nur dem umfassenden Liederrepertoire des Chores und den mehr als 40 Sängerinnen und Sängern die schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten im Liederkranz Tettnang singen, sondern auch dem treuen Publikum, wie der Verein in einer Pressemitteilung schreibt. Das Konzert steht unter der Gesamtleitung von Andreas Kiraly.

Als Männerchor im Jahr 1828 entstanden

Der Liederkranz habe eine lange und glanzvolle Geschichte. Entstanden 1828 als Männerchor habe der Gesangsverein das kulturelle Leben in Tettnang gestärkt und schon zur vorigen Jahrhundertwende (1900) sorgte der Verein für erste Aufmerksamkeit stiftende Events in Form von regelmäigen Operettenaufführungen. 1946 lud der Liederkranz zum ersten öffentlichen Konzert nach den Kriegsjahren ein. 1953, zur 125-Jahrfeier, traten Frauen- und Männerchor gemeinsam auf und 1959 wurde der Frauenchor integriert: Seither gebe es den Liederkranz Tettnang als gemischten Chor. In den letzten Jahrzehnten habe sich der Liederkranz durch zahlreiche anspruchsvolle und hochkarätige Rittersaalkonzerte im Neuen Schloss und anfangs auch durch ebenso zahlreiche Sängerbälle in der Tettnanger Fasnet in der Stadthalle ausgezeichnet, wie der Verein weiter schreibt. Nicht nur das Singen im Chor bei Probenabenden und Konzertauftritten stehe beim Liederkranz im Mittelpunkt, sondern auch die Pflege der Gemeinschaft. Ein jährlicher Ausflug entweder im Frühjahr oder Herbst, Wanderungen, selbst Hüttenaufenthalte, eine Hockete vor den Sommerferien und oftmals auch mehrtägige Ausflüge stehen auf dem Programm. In der Öffentlichkeit präsentiere sich der Liederkranz auch durch seine arbeitsintensive Mitwirkung beim jährlichen Bähnlesfest und beim Hopfenwandertag.

Zum 190-jährigen Jubiläum hat der Liederkranz Gäste im Programm eingeladen: nämlich seinen Patenverein, den €žMännerchor Kau und die Tettnanger Vokalgruppe die €žGehörgäng. Beide Gruppen werden laut Ankündigung im ersten Programmteil jeweils einen kurzen Ausschnitt aus ihrem Repertoire präsentieren, wobei die €žGehörgäng ihren Vortrag noch etwas mit €žTheater umrahmen wollen. Einen wesentlichen Anteil am Konzert soll auch das Tettnanger Kammerorchester, das den Liederkranz im zweiten Programmteil bei einem schwungvollen Wiener Melodienreigen begleitet und unterstützt. Die schwäbische Worthandwerkerin Ingrid Koch wird im Programmablauf ebenso mit vertreten sein und aus dem Liederkranz-Nähkästchen plaudern, wie auch der Pianist David Ballet, der den Chor auch schon bei früheren Konzerten immer wieder am Flügel gekonnt begleitete.

Im Vorverkauf bei Schreibwaren Schülling, Montfortstr. 28, gibt es noch wenige Restkarten. Saalöffnung im Gemeindezentrum
St. Gallus ist um 18.15 Uhr (freie Platzwahl). An der Abendkasse kosten die Tickets zwölf Euro.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung am 17. März 2018

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190 Jahre bewegter Chorgesang   Die älteste Aufnahme des Liederkranzes zeigt aktive Sänger um das Jahr 1880.

 

Die Älteste Aufnahme des Liederkranzes zeigt aktive Sänger um das Jahr 1880.

 (Foto: Repro: Liederkranz/Anja Reichert)Anja Reichert Redakteurin

1828 gegründet, zählt der Liederkranz zu den ältesten Vereinen der Stadt Tettnang. Drei Kriege hat der Verein überdauert, stellt sich seit 190 Jahren den Herausforderungen veränderter Zeiten und formt seitdem das kulturelle Leben der Stadt.
Sein Jubiläum feiert der Verein im April.

Vierzig aktive Mitglieder zählt der Verein heute, der seit Jahrzehnten Singen und Geselligkeit vereint. Nachwuchssorgen gibt es auch hier.
 €žAuch wir machen uns Sorgen und überlegen uns, wo die Reise hingeht, gibt Manfred Weißenrieder, Vorsitzender des Vereins, zu. €žAndererseits, wenn man die Geschichte liest war immer ein Auf und Ab. Minimal war der Chor mal mit sieben Sängern unterwegs und hat sich gehalten.

Der Verein prägt die Kultur

Es ist eine wechselvolle Geschichte, die Weißenrieder anspricht: Nach Napoleons Fremdherrschaft entsteht im Königreich Württemberg eine Männerchorbewegung, um den Drang und den Wunsch nach Freiheit zu stillen.
Auch in Tettnang habe es diese Bewegung gegeben, heißt es in der Chronik des Vereins. 1828 entsteht aus dem Museumsverein der Liederkranz Tettnang, in dem sich Männer zum gemeinsamen Singen zusammenschlossen.

€žDie ersten Auftritte fanden an Silvester und zu Fasnachtszeit statt, wobei zu sagen ist, dass die Maskenbälle von Anfang an fest ins Programm des €žLiederkranz eingefügt waren und mit besonderer Liebe gepflegt wurden, ist in einer Jubiläumsfestschrift zu lesen. Immer häufiger tritt der Verein mit Konzerten und Auftritten in die Öffentlichkeit, prägt damit die Stadt Tettnang
und erlebt einen Aufwärtstrend und Mitgliederzuwachs.
Doch die Kriegsjahre um 1864 stürzen den Verein in eine Krise, die Zahl der Sänger geht zurück. Nach dem Krieg erlebt der Gesangsverein schließlich wieder einen Aufschwung. Doch ein Kulturkampf, der Streit zwischen Katholiken und Protestanten, entzweit kurze Zeit später den Verein. Nach dem Ende des Zwists erlebt der Verein dann erneut einen Aufwärtstrend,
dem der erste Weltkrieg ein jähes Ende bereitet. Erst 1920 tritt der Verein wieder auf.
In den Folgejahren verzeichnet der Verein Erfolge, feiert sein 100. Jubiläum und muss wieder ein Ende erleben: 1940 werden die Probenstunden eingestellt, da viele der Aktiven zum Militär eingezogen werden.

1946 lädt der Gesangsverein wieder zum Konzert. 1956 erhält der Liederkranz die Zelter-Plakette,
eine staatliche Auszeichnung, für seine Verdienste um Chorgesang und Volkslied, heiß es in der Festschrift anlässlich des 
150. Bestehens. Bürgermeister Rudolf Gnädinger sagte damals in seiner Ansprache, €žTettnang ist stolz auf die Leistungen des Liederkranzes. Doch die Auszeichnung verschont nicht vor den Alltagssorgen der gelichteten Sängerreihen: 1959 beschließt der Männerchor dann auch den Damenchor ordnungsgemäß anzugliedern.

Vom Ende zum Neubeginn

1981 wird der Sängerball in die Stadthalle verlagert: Die Liederkranzbälle werden zu farbenprächtigen Bühnenshows.
Monika Strein, stellvertretende Vorsitzende, erinnert sich an ein Jahr, als das Motto eine Reise nach Italien war,
ein Fiat 500 auf der Bühne und ein Bühnenbild das wie in vorausgegangenen und nachfolgenden Jahren den Gesang unterstrich. Sabine Kees, ehemalige Vorsitzende, spricht von €žKarneval in Rio, der laut Festschrift Auftakt für Bühnenshows, die für ein volles Haus sorgten. Doch rund zehn Jahre später beginnt €ždie Attraktivität der Liederkranz-Sängerbälle, wie erwähnt,
immerhin die traditionsreichste Veranstaltung des zweitältesten Vereins der Stadt, [...] mehr und mehr zu kränkeln,
unter anderem ein Überangebot an Bällen trägt seinen Teil dazu bei, der Sängerball wird zum Hausball.

Und trotz des Endes der Tradition bleibt der Liederkranz in der Öffentlichkeit präsent: Mit Auftritten, Konzerten und Aktivitäten beim Bähnlesfest und Hopfenwandertag, Kooperationen mit Schulen, anderen Chören und Gruppierungen bleibt
der Liederkranz bis heute Bestandteil des kulturellen Lebens, es scheint seit Jahrzehnten ein Anspruch, dem die Sänger und Vorstanschaft gerecht werden wollen bis heute: €žEs kommen immer wieder neue Ideen. Wir werfen die Flinte nicht ins Korn sagt Weißenrieder und spricht damit wiederum auch die Nachwuchssorge an, die berechtigt sei, aber nicht zu hoch angesetzt werden darf.

€žDas Schwierige muss man irgendwie meistern und das gibt dann auch den Zusammenhalt und die Motivation, damit man sich aufrafft, weiterzumachen, ergänzt Sabine Kees. Seit 190 Jahren macht der Liederkranz schon €žweiter. Ein Grund zum Feiern: Am 21. April laden die Sänger zum Konzert “€žThank you for the music”. Überraschen mit zwei Programmteilen, einem ersten der den Schwerpunkt auf Popsongs legt und einem zweiten Teil, der Wiener Melodien verschrieben ist

Bericht in der Schwäbischen Zeitung am 19.04.2016 vom Frühjahrskonzert

Freudiger Gesang erwärmt die Herzen

Begeisterndes Frühlingskonzert des Liederkranzes Tettnang

Frühlingskonzert des Liederkranzes: Begeisternder Abschluss mit dem Chor, Lib Briscoes Jugendchor und Regine Hoch-Shekovs „Saitenspinnern“ an den Ukulelen.

Christel Voith

Tettnang sz Mit einem wunderschönen Chorkonzert mit Melodien zum Zurücklehnen und Genießen hat der Liederkranz Tettnang am Sonntagabend seine Zuhörer im randvollen Rittersaal des Neuen Schlosses verwöhnt. Alles hat gestimmt: der auf 40 Aktive angewachsene, bestens vorbereitete Chor unter der anspornenden Leitung von Andreas Kiraly und die Gäste, die das Chorkonzert bereicherten.

2016.04.17 Frühlingskonzert im Rittersaal (6)

“Ein schönes Gemeinschaftskonzert, das eine Fortsetzung finden könnte“, meinte Vorsitzender Manfred Wei￟enrieder, als er zuletzt Regine Hoch-Shekov von der Städtischen Musikschule für das Mitwirken ihres U.Q.Lele-Orchesters „Die Saitenspinner“ dankte sowie ihrer Musikschulkollegin Lib Briscoe, die eigens fürs Konzert den Jugendchor „Coro Canto“ gebildet hatte – acht junge Mädchen, die mit ihrem Gesang die Herzen erwärmten.

Zehn neue Sängerinnen sind im vergangenen Jahr zum Liederkranz gestoßen – „Mit der Frauenquote haben wir kein Problem“ –, sodass das Podest im Rittersaal kaum die Sänger fasste, erst recht, als am Ende alle Mitwirkenden zusammen das fröhliche „Tiritomba“ anstimmten und auch die Zuhörer mit einstimmen ließen.

Zuvor waren sie jeweils allein zu erleben: der Chor, der Jugendchor, das Ukulele-Ensemble und auch Pianist Davis Ballet aus Bregenz, der einfühlsam den Chor begleitete und den zweiten Teil mit Franz Liszts romantischem „Liebenstraum“ einleitete, der bestens zur heiter-gelösten Stimmung passte.

Schon beim Auftakt mit Lorenz Maierhofers „Heut’ ist so ruhig der See“ sang sich der Liederkranz in die Herzen der Zuhörer – und herzlicher Applaus scholl ihm entgegen. Als Moderatoren führten Manfred Weißenrieder und Monika Kaiser nun in den beschwingten Frühlingsblock. War schon im ersten Lied der Kuckuck zu hören, durfte er im anschließenden Satz einen ansteckend rhythmischen Calypso tanzen. Beseelt zeigte sich der Chor mit Lovlands Song „You raise me up“, ehe die Sänger in Andreas Kiralys Bearbeitung Smetanas Moldau besangen und der Pianist die Wellen dazu malte.

Bezaubernd war das Zusammenspiel der hellen, klaren Mädchenstimmen von „Coro Canto“ und des zirpenden Klangs der Ukulelen beim träumerischen Song „Over the rainbow“ und dem gemeinsamen englischen Volkslied, in das auch Otto Bauknecht am Kontrabass und Charly Ludewig an der Trommel einstimmten. Schlicht und herzerwärmend waren die Lieder aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, die Lib Briscoes Jugendchor gefühlvoll sang, am Klavier begleitet von Michael Koschek.

Begeistert lobte Bürgermeisterstellvertreterin Sylvia Zwisler in der Pause das Gehörte und gratulierte dem Liederkranz im Namen der Stadt zum schönen Konzert und zum gewonnenen Nachwuchs. Musikschulleiter Wolfram Lutz freute sich über die gelungene Kooperation.

Zu den Klängen des Klaviers zogen die Sänger nach der Pause durch den Saal zur Bühne, „Singen macht Spaß“ auf den Lippen, was im ganzen Konzert zu spüren war. Begleitet von der Rhythmusgruppe, ließen Ohrwürmer von Udo Jürgens schnell die Fußspitzen wippen. Mitreißend kam die Freude im Lied „Sing Joy, sing Gaudia“ herüber, mitreißend folgte der Zulu-Song „Siyahamba“. Dann ging’s mit vereinten Kräften zu „Tiritomba“. Ein schönes Abendlied stand am Ende, doch ohne Zugabe durften die Sänger nicht weg, noch einmal scholl das „Tiritomba“ durch den Saal.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung am 28.04.2015 von der 187. Jahreshauptversammlung

Manfred Weißenrieder löst Sabine Kees ab

Führungswechsel beim Liederkranz Tettnang – Arbeit verteilt sich in Zukunft auf mehrere Schultern

Liederkranz JHV 2015.04.15 - HP - 1 (1)

Die neue Führungsriege des Liederkranz Tettnang (von links): Vorsitzender Manfred Weißenrieder, stellvertretende Vorsitzende und Schriftführerin Monika Strein, Kassier Schwellinger und Franz Hillebrand, der dritte Vorstand.

TETTNANG sz  Der Vorstand des gemischten Chores Liederkranz Tettnang hat seine Mitglieder zur Hauptversammlung ins Hotel Ritter eingeladen. In Zukunft übernimmt Manfred Weißenrieder die Leitung.

Zu Beginn ehrte der stellvertretende Präsident des Oberschwäbischen Chorverbandes, Erwin Gering, besonders treue Mitglieder. Eine Urkunde mit Ehrennadel erhielt Karin Gehring für 30-jähriges Chorsingen. Ebenso wurde Hedwig Baumann für 40 Jahre vom Schwäbischen Chorverband.

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(SCV) mit Ehrenurkunde und Brosche ausgezeichnet. Alois Veser wurde posthum wegen seiner langjährigen Mitgliedschaft und Kassenführung vom Liederkranz Tettnang zum Ehrenmitglied ernannt. Ebenfalls posthum erhielt er vom SCV für 40 Jahre Chorgesang Urkunde und Ehrennadel.

Nach dem Kurzbericht der Vorsitzenden Sabine Kees zu den Schwerpunkten 2014 wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht, im Besonderen Alois Veser, der im Februar verstarb. Schriftführerin Monika Strein berichtete über 46 absolvierte Chorproben, die Ausflüge und Wanderungen und vor allem über das erfolgreiche Konzert im Herbst unter Leitung von Andreas Kiraly und in Kooperation mit dem Jugendchor des Montfortgymnasiums unter der Leitung von Jochen Hillebrand. Der Bericht der Kassiererin Waltraud Schwellinger verdeutlichte die notwendige Einnahmenerwirtschaftung beim Bähnlesfest und Hopfenwandertag wie auch bei der Beitragserhöhung. Dirigent Andreas Kiraly informierte über die geplante Teilnahme beim Chortreffen in Lustenau im Oktober, ebenso über das im April nächsten Jahres geplante Konzert – unter Umständen wieder im Zusammenwirken mit einem Schülerchor.

Anschließend stimmte die Mitgliederversammlung einer Neufassung der Vereinssatzung einstimmig zu und – auch die vorgeschlagene Beitragserhöhung zur Verbesserung der Kasse fand volle Zustimmung. Der an die Stadt gerichtete Antrag, die Zuschusskürzung im Rahmen der neuen Vereinsförderung zurückzunehmen, wurde sehr begrüßt.

Das Thema „Wahlen“ nahm dann die ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Vorsitzende Sabine Kees erklärte erneut, dass sie nach 18-jähriger Leitung zurücktritt. In der Mitgliederversammlung wurde dieses Ausscheiden außerordentlich bedauert. In konstruktiver Diskussion, die Aufgabenstellung und Zuständigkeiten der Führungsebene auf mehrere Schultern zu verteilen, fand die vorgeschlagene Benennung von bis zu drei Vorsitzenden und die Bildung von Ressorts einhellige Zustimmung.

Vorstand soll entlastet werden

Die Wahlen unter der Leitung von Franz Plavec erbrachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: Manfred Weißenrieder (bisher 1. Stellvertreter), 2. Vorsitzende: Monika Strein (bisher Schriftführerin) und 3. Vorsitzender: Franz Hillebrand. Nachdem die Gewählten die Wahl angenommen hatten, wurden Waltraud Schwellinger als Kassier, Monika Strein als Schriftführerin (zunächst für ein Jahr in Personalunion in der Position der 2. Vorsitzenden), Andrea Hirscher und Karin Gehring als Notenwarte sowie Astrid Plavec und Theresia John als Kassenprüfer in ihren Funktionen bestätigt beziehungsweise neu gewählt. Verschiedene Vereinsmitglieder erklärten sich außerdem spontan bereit, in den künftigen Ressorts aktiv mitzuarbeiten und die Vorstandschaft zu entlasten.

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